Alle Antworten rund um Reifen- alles was man wissen sollte

  1. Wie oft sollte ich den Reifendruck überprüfen und warum ist er so wichtig?
     
    • Antwort: 
      Sie sollten den Reifendruck mindestens einmal im Monat sowie vor jeder längeren Fahrt prüfen. Der korrekte Druck ist entscheidend für die Fahrsicherheit (Stabilität, Bremsverhalten), den Kraftstoffverbrauch und die Lebensdauer der Reifen. Falscher Druck führt zu erhöhtem Verschleiß und kann im Extremfall zu einem Reifenschaden führen.
  2. Was ist die gesetzliche Mindestprofiltiefe in Deutschland und welche wird empfohlen?
    • Antwort: Die gesetzliche Mindestprofiltiefe in Deutschland beträgt 1,6 Millimeter. Aus Sicherheitsgründen, insbesondere bei Nässe und winterlichen Bedingungen, wird jedoch eine Mindestprofiltiefe von 3 mm bei Sommerreifen und 4 mm bei Winterreifen empfohlen.
  3. Wann ist der beste Zeitpunkt für den Wechsel von Sommer- auf Winterreifen (und umgekehrt)?
    • Antwort: Eine gängige Faustregel ist die "O-bis-O"-Regel (von Ostern bis Oktober), sie ist jedoch nur ein Anhaltspunkt. Der tatsächliche Wechsel sollte von den tatsächlichen Wetterbedingungen abhängen. Winterreifen sollten bei Temperaturen unter 7°C und winterlichen Straßenverhältnissen (Eis, Schnee) montiert sein, um den gesetzlichen Anforderungen zu entsprechen.
  4. Welche Bedeutung hat die DOT-Nummer auf dem Reifen?
    • Antwort: Die DOT-Nummer (Department of Transportation) gibt das Produktionsdatum des Reifens an. Die letzten vier Ziffern sind entscheidend: Die ersten beiden geben die Produktionswoche an, die letzten beiden das Produktionsjahr (z.B. "1524" bedeutet 15. Kalenderwoche 2024).
  5. Reifen haben ein Höchstalter, nach dem sie ausgetauscht werden sollten, auch wenn das Profil noch gut ist. Wie alt dürfen Reifen maximal sein?
    • Antwort: Obwohl es keine strikte gesetzliche Altersgrenze gibt, empfehlen Experten, Reifen, die älter als 6 bis 8 Jahre sind, auszutauschen, da die Gummimischung mit der Zeit aushärtet und an Leistungsfähigkeit (Grip) verliert.
  6. Was bedeuten die verschiedenen Angaben auf der Seitenwand eines Reifens (z.B. 205/55 R 16 91 V)?
    • Antwort: Diese Angaben enthalten wichtige Informationen:
      • 205: Reifenbreite in Millimetern.
      • 55: Verhältnis von Höhe zu Breite in Prozent (Querschnittsverhältnis).
      • R: Radiale Bauart der Karkasse.
      • 16: Felgendurchmesser in Zoll.
      • 91: Tragfähigkeitsindex (Load Index).
      • V: Geschwindigkeitsindex (zulässige Höchstgeschwindigkeit).
  7. Worin unterscheiden sich M+S-Reifen und Reifen mit dem Alpine-Symbol (Schneeflocke)?
    • Antwort: Das Alpine-Symbol (Piktogramm eines Berges mit Schneeflocke) ist seit Oktober 2024 die einzig gültige Kennzeichnung für echte Winterreifen nach aktueller Gesetzgebung. Das ältere M+S-Symbol (Matsch und Schnee) ist eine Herstellerangabe ohne genormten Test und reicht für Reifen, die nach dem 31.12.2017 produziert wurden, nicht mehr aus, um die Winterreifenpflicht zu erfüllen.
  8. Kann ich verschiedene Reifengrößen an meinem Auto fahren?
    • Antwort: Sie dürfen nur die vom Fahrzeughersteller freigegebenen Rad-Reifen-Kombinationen fahren. Diese finden Sie in Ihrer Zulassungsbescheinigung Teil 1 (Fahrzeugschein) oder in der EG-Übereinstimmungsbescheinigung (COC-Papier).
  9. Was sind die häufigsten Anzeichen für einen Reifen, der ersetzt werden muss?
    • Antwort: Ein Reifen muss ersetzt werden, wenn:
      • Die gesetzliche Mindestprofiltiefe unterschritten ist.
      • Sichtbare Beschädigungen wie Risse, Beulen oder Schnitte an der Seitenwand oder Lauffläche vorhanden sind.
      • Fremdkörper (z.B. Nägel) eingedrungen sind.
      • Der Reifen ungleichmäßig abgefahren ist, was auf ein Problem mit der Achsgeometrie oder dem Druck hinweisen kann.
  10. Sollten die besseren (neueren oder weniger abgenutzten) Reifen vorne oder hinten montiert werden?
    • Antwort: Entgegen mancher Annahme sollten die besseren Reifen immer auf die Hinterachse montiert werden. Dies sorgt für eine bessere Fahrstabilität und verhindert ein plötzliches Ausbrechen des Hecks, was schwerer abzufangen ist als ein Untersteuern der Vorderachse